Haben Du schon einmal versucht, irgendetwas an dir oder deinem Leben zu verändern?
Wenn es dir so ergangen ist wie den meisten Menschen, dann wirst du festgestellt haben, wie merkwürdig schwer das ist. Merkwürdig deshalb, weil du wahrscheinlich wirklich aufhören wolltest, zu rauchen oder zu viel zu essen. Wir haben doch einen freien Willen, warum klappt es dann so oft nicht? Warum ist es so schwer, eine innere Einstellung, Verhaltensweise oder körperliche Gewohnheit zu verändern, auch wenn wir ganz genau wissen, dass sie uns nicht gut tut?
Welche Mechanismen und Wirkungsweisen stecken dahinter und – ganz wichtig – wie kann ich diese Mechanismen so einsetzen, dass eine Veränderung funktioniert?
Neurobiologie und die sogenannte Neue Biologie geben endlich eine Erklärung dafür, warum wir z.B., gerade wenn wir unter Stress stehen, immer wieder in alte Programme hineinrutschen, und warum die Prägungen der ersten Lebensjahre so tief in uns verankert und oft nicht mehr bewusst wahrnehmbar sind (unser Leben aber jeden Tag
bestimmen).
Ein Buch das diese Zusammenhänge gut aufzeigt ist:
Es folgt Ausschnitt aus der Einleitung zum Buch.
Und da Wissen immer die beste Voraussetzung dafür ist, etwas zuerst zu verstehen und dann selbst anzuwenden, ist die Beschäftigung mit den neurobiologischen und -chemischen Vorgängen in uns eine gute Voraussetzung, die Wirkung und Anwendung von Affirmationen zu verstehen und anzuwenden. Wir werden uns ansehen, wie und
warum unsere automatisch ablaufenden Programme entstehen, warum es oft so schwer ist, sie zu erkennen und zu unterbrechen, aber auch, welches unglaubliche Potenzial wir für Veränderung (die sogenannte „Neuroplastizität“) haben. Ein wichtiges Mittel hierbei sind Affirmationen, wobei der Begriff hier wesentlich weiter gefasst ist, als die im allgemeinen Sprachgebrauch damit bezeichneten formelhaften, positiven Vorsätze.
Zum einen bestehen unsere automatischen Programme aus Affirmationen, die von „Ich kann nichts richtig machen“ bis hin zu „Das schaffe ich schon“ reichen – wir arbeiten also ununterbrochen mit Affirmationen, allerdings meist, ohne uns dessen bewusst zu sein.
Und da diese Affirmationen in den ersten Lebensjahren durch eine Prägung unserer direkten Umgebung entstehen, sind viele dieser Programme völlig veraltet und unwahr. Und tun uns absolut nicht gut. Zum anderen ist mit dem Begriff „Affirmation“ hier jeder bewusste Wunsch nach Veränderung gemeint – das Buch hätte also auch genauso gut Das große Buch der Veränderung heißen können. Um mit neuen Affirmationen, also Wünschen, Zielen und Visionen, arbeiten zu können und unserem Leben damit eine ganz neue Richtung zu
geben, ist es notwendig, sich vorher mit den alten Affirmationen zu beschäftigen. Es hat seinen Grund, dass unser Leben in bestimmten Bereichen im Moment (noch) nicht so ist, wie wir es uns wünschen. Dafür ist es wichtig, zuerst einmal die automatischen Programme zu erkennen – was dadurch, dass sie eben so selbstverständlich und unbewusst sind, gar nicht so einfach, dafür aber umso spannender ist –, und sie dann zu überprüfen bzw. zu lösen. Dafür stelle ich Ihnen zwei äußerst effektive Techniken vor, die ich beide sehr
schätze – EFT (Emotional Freedom Techniques), auch bekannt als Klopfakupressur, von Gary Craig und The Work von Byron Katie.
Wenn diese unbewussten Programme und inneren Konflikte dann erkannt und überprüft bzw. gelöst sind, können wir mit einer neuen
Affirmation bewusst neue Impulse setzen und unser Leben selbst gestalten.
Wie das genau funktioniert, wird anhand von sechs Schritten praktisch erklärt. Hier finden Sie Hinweise, wie Sie mit den alten Programmen und inneren Konflikten arbeiten und neue, sinnvollere Ziele formulieren können. Der dritte, lexikalische Teil bietet dann Informationen und bereits formulierte Affirmationen zu vielen Lebensbereichen, die Sie direkt
anwenden oder für Ihre persönlichen Bedürfnisse entsprechend anpassen können.
Ich möchte dir mit diesem Buch Mut machen, aus dem Überlebensmodus, in dem sich viele von uns die meiste Zeit befinden, wieder in einen anderen, kreativen und selbst bestimmten Modus zu wechseln. Sie sind der wichtigste Mensch in Ihrem Leben und haben es verdient, dass Ihr Leben wieder seinen Zauber, seine Kraft und
seine Schönheit zurückbekommt. Und ich hoffe, dass ich dir etwas von meiner Begeisterung für neuronale Netze vermitteln kann – Neuronen sind toll!
Die unsichtbare Brille - Wie Glaubenssätze/Glaubenssysteme unser Leben lenken. Jeder Mensch trägt tiefe Überzeugungen über sich selbst, seine Mitmenschen und die Welt in sich. Diese Glaubenssätze sind die Brille, durch die jeder dann seine eigene Wirklichkeit sieht. Wie kommen die Glaubenssätze in uns? Kann man negative Glaubenssätze löschen? Podcast zum Thema: https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:c75862c10b32c3d1/
Ein weiteres empfehlenswertes Buch zum Thema
Aussage daraus: Das Gehirn wächst also anatomisch nachweisbar, je nachdem welchen Bereich wir oft benutzen. Die Medizin kann durch eine sogenannte Magnetresonanztomografie sehr genau
messen, welches Gehirnareal in der Vergangenheit intensiver entwickelt wurde. Wenn wir nörgeln, schimpfen, streiten, uns selbst beschimpfen oder fertigmachen, vergrößert sich der rechte Bereich des Gehirns und wird uns sehr rasch selbstständig mit weiteren negativen Gedanken bombardieren und automatische Gedankenketten in dieser Richtung fördern.
Das linke Areal für positive Gedanken wird währenddessen kleiner und immer mehr verkümmern. Wir werden also nur noch selten positive Gedanken über uns und andere haben. Denken wir dagegen vorrangig positiv, loben wir uns, sind wir stolz auf uns, sagen wir Schönes über uns und andere, so wird sich der linke Bereich vergrößern und unser gesamtes Denken darauf ausrichten.
Wir werden uns immer positiver wahrnehmen und unser Leben wird sich danach ausrichten.

